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Fragen und Anworten


Hier versuchen wir, Ihnen ein paar häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema "Feste dritte Zähne an einem Tag" im Vorfeld zu beantworten.
Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. In einem persönlichen Gespräch werden wir alles klären.

Informations-Film: Über die Praxis und den Ablauf

Erfahren Sie mehr über das Thema "Feste Zähne an einem Tag!" mit All-on-4 in diesem Film.
(ca. 4 Min., 25 MB; im aktuellen Browser, z.B.: Chrome, Firefox, Safari)

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Was bedeutet All-on-4 oder All-on-4-Verfahren eigentlich?

Aus dem Englischen frei übersetzt bedeutet „all-on-4“ so viel wie „alles auf vier“. Gemeint ist damit, dass der Zahnersatz auf vier Implantaten verankert wird. Das All-on-4-Verfahren beinhaltet ggf. die Entfernung nicht mehr erhaltungsfähiger Zähne, das Einsetzen von 4 Implantaten in den zahnlosen Kiefer und die Sofortversorgung dieses Kiefers mit einer festsitzenden, implantatgetragenen Brücke innerhalb von 24 Stunden. Das All-on-4-Verfahren geht zurück in die 1990er Jahre auf Prof. Paulo Malo aus Portugal. Der Gründer der Maloclinic mit dem Stammsitz in Lissabon ist der Pionier der Sofortversorgung auf Zahnimplantaten. Im deutschsprachigen Raum wird das Verfahren auch oft „Feste Zähne an einem Tag“ genannt.

Dr. Lamek und Prof. Malo
Dr. Lamek (li.) traf Prof. Malo anlässlich einer Fortbildung 2015.

Warum werden dann auch mehr als vier Implantate gesetzt?

Das All-on-4-Verfahren von Prof. Malo wurde im Laufe der Zeit von den Implantatherstellern Nobelbiocare und bredent medical (unter dem Namen „SKY fast & fixed“) unter Führung namhafter Wissenschaftler weiterentwickelt. Die Konsensuskonferenz Implantologie, die führende wissenschaftliche Fachgesellschaft für Implantologie für den deutschsprachigen Raum, gibt aufgrund dieser Forschungsergebnisse die Empfehlung, dass aufgrund der unterschiedlichen Knochenqualität im Unterkiefer vier und im Oberkiefer vier bis sechs Implantate eingesetzt werden sollten, auch unter Berücksichtigung der Gegenkieferbezahnung.

Warum sind die „neuen Zähne“ direkt nach dem Eingriff belastbar?

Ermöglicht wird das Verfahren unter anderem durch spezielle längere Implantate, die schräg in den Kieferknochen eingesetzt werden. In Kombination mit dem Zahnersatz, der die Implantate verbindet, erhalten diese ihre besondere Stabilität und sind sofort belastbar.

Ist das All-on-4 -Verfahren überhaupt seriös und sicher?

Das All-on-4-Verfahren wurde Anfang 1990 von Prof. Malo, dem Gründer der Maloclinic mit Stammsitz in Lissabon, entwickelt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Weltweit wurden mehrere tausende Patienten erfolgreich nach diesem Verfahren versorgt. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben eine Erfolgsrate von über 98%.

Welche Risiken oder Kontraindikationen gibt es beim All-on-4-Verfahren?

Ein gut eingestellter Diabetes und ein fortgeschrittenes Lebensalter stellen inzwischen keine Kontraindikation mehr dar. Durch enge Zusammenarbeit mit unserem Internisten können wir die Risiken, die mit einem implantologischen Eingriff bei Ihnen einhergehen, abwägen.
Im Falle einer vorausgegangen Strahlenbehandlung (Radiatio) des Kiefers sollte mindestens 18 Monate mit der Behandlung gewartet werden. Auch können bestimmte Medikamente wie z.B. Bisphosphonate wegen Ihrer Wirkung auf den Knochenstoffwechsel problematisch sein. Raucher haben beim All-on-4-Verfahren zwar ein niedrigeres Komplikationsrisiko als bei herkömmlichen Eingriffen, allerdings ist Rauchen langfristig für die Prognose und Haltbarkeit eher ungünstig. Die Teilnahme am Prophylaxe-Recallprogramm sowie regelmäßige Vorsorge und Kontrollen sind daher unabdingbare Voraussetzungen für einen dauerhaften Erfolg.

Ich habe von minimalinvasiver Chirurgie mit einer Bohrschablone gehört, ist dies auch beim All-on-4-Verfahren möglich?

Die Behandlung kann durch eine im Vorfeld nach 3D-Planung und DVT erstellte Operationsschablone (sogenannte guided surgery=geführte Chirurgie) minimalinvasiv bei einer geringen Restbezahnung sowie grundsätzlich bei zahnlosen Kiefern durchgeführt werden.
Bald wieder verfügbar: Film ansehen (neues Fenster, ca. 56 MB)

Ich nehme Medikamente zur Blutverdünnung (Antikoagulantien) ein. Kann ich trotzdem eine All-on-4-Behandlung durchführen lassen?

In diesem Fall sollte die Behandlung erst nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder Internisten erfolgen. Empfehlenswert ist ferner die Anwendung eines minimalinvasiven Operationsverfahrens mittels geführter Chirurgie (guided surgery). Unter Umständen ist es dann auch möglich, die OP durchzuführen, ohne dass die Medikamente abgesetzt bzw. umgestellt werden müssen.

Gibt es für mich als Angstpatient die Möglichkeit einer stressfreien Behandlung?

Grundsätzlich kann die Behandlung auch bei ängstlichen Patienten in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Entspannter erleben Sie den Eingriff im Dämmerschlaf (sogenannte Analgosedierung), da Sie noch ansprechbar, aber völlig entspannt sind. Aber auch die Wahl einer Vollnarkose (Intubationsnarkose) kann im Einzelfall indiziert sein, ist aber eher die Ausnahme.

Wie hoch sind die Kosten einer All-on-4-Behandlung?

Die Höhe der Behandlungskosten variiert je nach Kiefersituation und der zu setzenden Implantate (Anzahl und Implantathersteller). Optimal aufeinander abgestimmte Aufbauteile erlauben ein schnelles und standardisiertes Behandeln, dadurch lassen sich auch die Gesamtkosten bereits vor der OP sehr genau festlegen. Preisangaben im Internet sind standesrechtlich ebenso wenig erlaubt wie Festpreisangebote. Um Ihnen jedoch ein Gefühl für die Kosten zu vermitteln, folgendes Beispiel unabhängig Ihrer persönlichen Situation:

Die Gesamtkosten für die fiktive Standardimplantation nach dem All-on-4-Verfahren mit Sofortversorgung eines ganzen Kiefers mittels einer therapeutischen Brücke betragen beispielsweise bei einem unbezahnten Unterkiefer 7.500 €.

Nach dem 2. Beratungstermin erhalten Sie eine genau kalkulierte, verbindliche Kostenvorhersage, die garantiert nicht überschritten wird.

Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse und gibt es die Möglichkeit einer Finanzierung?

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) bezuschussen grundsätzlich die Versorgung mit Zahnersatz nach dem Grundsatz: „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein“. Diese Regelung orientiert sich nicht am Wunsch des Patienten, sondern an einem starren Modell, das auf den einfachsten, medizinisch noch vertretbaren Versorgungen basiert, den sogenannten Festzuschüssen. Für eine All-on-4-Versorgung erhalten Sie die Festzuschüsse 5.4 sowie 4.2. bzw. 4.4.

Wir möchten, dass Sie sich unabhängig einer Erstattung durch die Krankenkassen für die beste Versorgung entscheiden können.

Dank der Kooperation mit den zahnärztlichen Rechenzentren Dr. Güldener sowie der Zahnärztlichen Abrechnungsgesellschaft AG können wir Ihnen die Möglichkeit einer günstigen und unkomplizierten Finanzierung anbieten. Hierbei sind individuelle Laufzeiten und somit die Festlegung der gewünschten Ratenanzahl selbstverständlich, damit Sie jederzeit den vollen Überblick über die Zahnarztkosten haben.

Schauen Sie auch unter: https://www.dzr.de/fuer-patienten/teilzahlungsrechner.html

Was ist bei einer All-on-4-Versorgung langfristig zu beachten?

Unser speziell auf die All-on-4-Versorgung abgestimmtes Prophylaxe-Konzept sieht vor, dass der getragene Zahnersatz zweimal im Jahr abgenommen, kontrolliert und Ihre Implantate professionell gereinigt werden (sogenannter Recall). Aus medizinisch-forensischen Gründen werden zusätzlich alle 24 Monate Röntgenbilder zur Kontrolle des Knochenverlaufs rund um die Implantate angefertigt.

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